Wie persönlich darf eine Freie Trauung wirklich sein?

Freie Trauung Traurednerin Leipzig

„Persönlich" ist eines der Wörter, das Paare am häufigsten benutzen – und gleichzeitig eines der unklarsten. Was heißt das eigentlich? Bedeutet es, alles zu erzählen? Sehr intim zu werden? Diese Fragen begegnen mir oft. Und sie sind berechtigt, denn nicht jede Nähe fühlt sich für jeden Menschen gleich an.

Persönlich heißt nicht privat

Eine freie Trauung darf persönlich sein, ohne Grenzen zu überschreiten. Es geht nicht darum, intime Details öffentlich zu machen oder Dinge zu erzählen, die eigentlich geschützt gehören. Persönlich bedeutet vielmehr:

  • dass Informationen zu euch und euren Gästen stimmen
  • dass ihr euch wiedererkennt
  • dass eure Art, miteinander zu sein, spürbar wird

Manchmal reicht dafür ein einziger Satz. Oder ein kleines Detail, das euch beschreibt, ohne erklärt werden zu müssen.

Nähe entsteht nicht durch Information

Viele Paare glauben zunächst, eine Rede werde umso persönlicher, je mehr man erzählt. Meine Erfahrung ist eine andere: Nähe entsteht nicht durch Menge, sondern durch Auswahl. Durch das Weglassen von allem, was zwar interessant wäre – aber nicht wesentlich. Eine gute freie Trauung fragt nicht: Was können wir alles erzählen? Sondern: Was hat dazu geführt, dass ihr euch ineinander verliebt habt?

Jede Beziehung hat ihren eigenen Raum

Manche Paare sind sehr offen, andere zurückhaltender. Beides ist richtig. Persönlichkeit zeigt sich nicht nur im Inhalt, sondern auch im Ton. Eine Freie Trauung darf …

  • leise sein
  • humorvoll sein
  • klar sein
  • zurückhaltend sein
  • oder emotional, ohne überwältigend zu werden

Persönlich ist das, was sich für euch sicher anfühlt.

Die Rolle der freien Traurednerin

Eine Traurednerin spürt diesen Raum mit euch gemeinsam aus. Sie hört zu, stellt Fragen – und achtet sehr genau darauf, wo Nähe gut tut und wo sie zu viel wäre. Dazu gehören auch alle sensiblen Themen: der Tod eines geliebten Menschen, der Verlust eines (ungeborenen) Kindes oder ein Familienstreit. Das ist das Leben, und alles davon soll den richtigen Platz finden.

Woran ihr merkt, dass es für euch richtig ist

Ein gutes Gefühl entsteht, wenn …

  • ihr euch nicht erklären müsst
  • eure Wünsche ernst genommen werden
  • nichts „erzwungen persönlich" wirkt
  • ihr euch vorstellen könnt, die geteilten Informationen auch in ein paar Jahren noch zu hören

Dann darf eine Trauung persönlich sein – auf eure Weise. Sie ist kein Beweis von Nähe, sie ist ein Ausdruck davon. Und dieser Ausdruck darf so unterschiedlich sein wie die Menschen, die diesen wichtigen Schritt gemeinsam gehen.

Wenn ihr auch an diesem Punkt seid und heiraten möchtet, oder ein Gesprächsangebot für euch selbst und als Paar sucht, dann seid ihr hier genau richtig!

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