Über mich

Zwei Arten von Menschen

Zwei Arten von Menschen

Kennt ihr diese Vorstellungsrunden bei Seminaren, Gruppenarbeiten oder auf Partys? Man ist an der Reihe sich vorzustellen, soll „einfach mal locker drauf los erzählen“ und nebenbei einen halbwegs kompetenten Eindruck erwecken. Im schlimmsten (oder besten Falle) werden auch noch kreative Fragen à lá: „wenn du eine Farbe wärst, welche würde dich am besten beschreiben?“ gestellt. 

Zu welcher Gruppe gehörst du?

Nun gibt es die Menschen, denen es schlagartig die Sprache verschlägt, die schwitzige Hände bekommen, einen schnelleren Puls und die sich gern hinter irgendjemandem verstecken möchten. Und es gibt die Menschen, die „einfach mal locker drauf los erzählen“, als hätten sie sich schon stundenlang mit der Frage beschäftigt und überhaupt kein Problem damit, jetzt vor allen auf sie gerichteten Augenpaaren zu sprechen. 

Ich mach es kurz und gestehe feierlich- ich gehöre wohl eher zur zweiten Gruppe! Und das gefühlt schon seit der 1.Klasse. Woher ich meinen Enthusiasmus immer genommen habe, weiß ich gar nicht mehr genau. Aber auf mich war immer Verlass: die gelöste Gruppenaufgabe vor der Klasse präsentieren, die Schulaufführung moderieren, in der Theater AG am besten gleich zwei Rollen übernehmen- ich setzte meine Stimme einfach gern ein. Natürlich ließ ich auch andere zu Wort kommen und hörte ebenso gern zu! Nur merkte ich recht früh, dass das freie Sprechen für mich einfach von der Hand ging. Der Titel „Rampensau“ war mir damit sicher! 

„Traumhochzeit“ statt „Glücksbärchis“

So richtig abgelegt habe ich dieses Verhalten nie, vor allem nicht im privaten Umfeld. Nur als viele andere Dinge wichtig wurden und ich im Alltag den Blick auf mich selbst verloren hatte, da kam mir doch der Enthusiasmus ein wenig abhanden. Mein großer Traum war es mal, eine bekannte Fernsehmoderatorin zu werden. Mein Vorbild war Linda de Mol, denn sie hat obendrein meine Lieblingsfernsehsendung moderiert: Traumhochzeit!!! Leider legte ich meinen Traum ad acta, als ich mich näher mit der Welt der Medien beschäftigte. Und wählte dann einen Beruf, der zwar meine Leidenschaft für das Organisieren& Planen bedient, aber wenig Gelegenheit bietet, frei zu Sprechen. Menschen mit Worten zu berühren, Gefühle zu erschaffen rein weg durch Sprache. 

Zu meinem großen Glück, habe ich nun einen Weg gefunden, wie ich beides doch noch vereinen kann. Ich nehme euch mit auf diese Reise- seid ihr an Bord? 

PS.: Rot. Mich würde am besten die Farbe Rot beschreiben! Und euch?